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Sprachentwicklung bei Kindern

Behandlungsmethoden

Im Allgemeinen beginnen die meisten Kinder zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat mit dem Sprechen erster
Wörter. In diesem Zeitraum wird ein Wortschatz von etwa 10–20 Wörtern erreicht. Die für die weitere Sprachentwicklung notwendige Abstraktionsfähigkeit setzt dann gegen Ende des 2. Lebensjahres ein. Kinder sind dann in der Lage, an ein Thema zu denken oder sich einen Gegenstand vorzustellen, auch wenn es diesen Gegenstand im Augenblick nicht sieht.
Das bedeutet, dass ein Kind Worte bewusst nutzen kann, um seine Bedürfnisse jemandem mitzuteilen. Das Kind hat gelerbt, dass es mit Wörtern etwas bewirken kann und eine Reaktion erwarten kann. Durch die Erfahrung, etwas mit Worten bewirken zu können, motiviert das Kind dazu, den eigenen Wortschatz weiter auszubauen.

Der Beginn der Fragephase

Durch die Fragephase nimmt der Wortschatz den Kindes sehr schnell zu. Durch Fragen, die mit „Was“ „Wie“ oder „Wo“ beginnen, stellt das Kind Fragen, auf die es eine Antwort erwartet. Die Antwort der gefragten Person wird als Vorbild für die Satzbildung genommen und die Antworten im Gehirn abgespeichert.

Was gilt als „normale“ Sprachentwicklung?

Jedes Kind entwickelt sich individuell. Direkte Vergleiche der Sprachentwicklung mit gleichaltrigen Kindern werden zwar zwangsläufig gemacht, sollten aber nicht unbedingt überbewertet werden. Bis zu einem Alter von etwa 3,5 Jahren beginnen fast alle Kinder zu sprechen. Mit Vollendung des zum 4. Lebensjahres sollten Kinder die wichtigsten Regeln kennen und einen Grundwortschatz für den Spracherwerb aufgebaut haben. Sollte ein deutlich erkennbares Sprachdefizit erkennbar sein, dann sollte unbedingt der Kinderarzt darauf angesprochen werden.

Der Zusammenhang von Hören und Sprechen

Wer nicht gut oder gar nicht hört, wird kaum oder niemals sprechen lernen. Deshalb sollten Sie als Eltern unbedingt darauf achten, ob Ihr Kind an Höreinschränkungen leidet.
Kinder, die beispielsweise häufig an einer Mittelohrentzündung leiden oder bei denen ein nicht erkannter Paukenerguss vorliegt, haben oft für längere Phasen starke Höreinschränkungen. Natürlich wird auch die Sprachentwicklung durch diesen Umstand beeinträchtigt. Wenn ein Kind nicht richtig hört, verliert es das Interesse an
Sprache und wird als Alternative zum gesprochenen Wort auf Gesten und einfache Laute zurückgreifen, um sich zu verständigen.
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind Höreinschränlkungen hat, dann zögern Sie nicht und stellen Sie das Kind einem HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde) oder noch
besser einem Pädaudiologen vor. Wichtig sind daher auch die Vorsorgeuntersuchungen, denn auch dort wird das Hörvermögen überprüft.